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Glossar

  • ABS

    ABS verhindert das Blockieren der Räder. Von blockierten Rädern spricht man, wenn das Rad nicht mehr rollt, das Fahrzeug aber weiterrutscht. Blockieren die Vorderräder kann das Fahrzeug nicht mehr gelenkt werden (egal wohin die Räder dann zeigen, wie sehr der Fahrer die Räder einschlägt, das Fahrzeug rutscht geradeaus weiter). Blockieren die Hinterräder kann das Fahrzeug hinten ausbrechen. Räder blockieren, wenn die Haftung zwischen Reifen und Fahrbahn während einer Bremsung nicht ausreicht. Das ist der Fall auf glatten Fahrbahnen, wenn Sand oder Schotter auf der Fahrbahn liegen, bei sehr starken Bremsungen auch auf griffiger Fahrbahn. ABS nimmt den Bremsdruck an einzelnen Rädern oder Achsen soweit zurück, dass sie nicht blockieren. Außerdem verringert es die Gefahr, dass ein Fahrzeug während einer Vollbremsung ausbricht - es kann aber zu Spurversatz kommen, den der Fahrer durch dosierte Lenkkorrekturen ausgleichen kann. ABS ermöglicht, dass man auch während einer Vollbremsung Lenken kann, z.B. in Kurven oder beim Bremsen und Ausweichen. Dies ist im Vergleich zu kombinierten Brems-Lenk-Manövern bei Fahrzeugen ohne ABS zwar wesentlich einfacher, fest zu bremsen und dabei nur dosiert zu lenken benötigt trotzdem einige Übung. Unter Stress im Gefahrfall ist dies nicht zu unterschätzen.

    Für den Gefahrfall gilt: Während des Bremsens voll auf der Bremse bleiben, auch während man lenkt um die Spur zu halten. Achtung! ABS ist kein Ersatz für gute Reifen, schon gar nicht für Winterreifen. Es kann nur soweit wirken, wie es Kräfte zwischen Reifen und Fahrbahn übertragen kann.

  • ABV

    Automatischer Blockierverhinderer: Geläufiger ist ABS (Antiblockiersystem). ABV ist der umfassendere Begriff und schließt andere Systeme als das ABS mit ein.

  • Achslast

    Gewicht (Masse), die auf eine bestimmte Achse wirkt. Die Achslast wird stark von der Ladungsverteilung bestimmt. Die zulässige Achslast darf nicht überschritten werden. Es gibt ein Verkehrszeichen, das das Fahren mit Fahrzeugen verbietet, wenn die tatsächliche Achslast einen bestimmten Wert übersteigt. Wird eine Achse zu stark belastet, kommt es zur Entlastung der anderen Achse. Eine zu stark belastete Hinterachse kann dazu führen, dass die Kräfte auf der Vorderachse z.B. beim Lenken nicht mehr ausreichend übertragen werden. Das Überschreiten der Stützlast bei der Benutzung eines Anhängers kann zum selben Effekt führen. Eine entlastete Hinterachse kann dazu führen, dass das Fahrzeug eher hinten ausbricht.

  • Anhalten

    Stehenbleiben aufgrund einer Anordnung (z. B. an einem STOP-Schild) oder der Verkehrslage (z. B. in einem Stau). Im Gegensatz zum Halten also keine selbst gewollte Fahrtunterbrechung. Oft ist aber nicht das Anhalten, sondern lediglich das Warten vorgeschrieben.

  • arge tp 21

    Die Arbeitsgemeinschaft für den Kraftfahrzeugverkehr TÜV | DEKRA arge tp 21 - kurz argetp21 - ist für die Weiterentwicklung und Überarbeitung der Theoretischen Fahrerlaubnisprüfung zuständig. Grundlagen für neue Prüfungsfragen sind wissenschaftliche und technische Erkenntnisse sowie statistische Auswertungen zum Thema Straßenverkehr. Die argetp21 kümmert sich ebenfalls um die Weiterentwicklung des Prüfungsablaufs, der Aufgaben, der Bewertung, der Protokollierung, der Evaluation etc.. Das Hauptziel liegt allerdings darin, mithilfe optimierter Prüfungsaufgaben die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
    Die argetp21 wurde 1999 gegründet und wird von den Betreibern der Technischen Prüfstellen, der TÜV Rheinland Kraftfahrt GmbH, der TÜV SÜD Auto Service GmbH, der TÜV NORD Mobilität GmbH & Co. KG und der DEKRA Automobil GmbH, getragen.

  • ASR, ASC

    ASR bedeutet Antriebsschlupfregelung. Weniger gebräuchlich ist die Bezeichnung ASC (Automatische Stabilitäts-Controlle). Das System verhindert ein Durchdrehen der Räder beim Beschleunigen. Das Fahrzeug bleibt beim Anfahren oder Beschleunigen auf unterschiedlich griffigem oder glattem Untergrund richtungsstabil und lenkbar. Eine Kontrollleuchte warnt den Fahrer sobald das System zugeschaltet wird. Das ist auch eine Warnung, das weitere Fahrverhalten den offenbar ungünstigen Bedingungen anzupassen. Die Begriffe ASC und ASS bezeichnen bei einigen Herstellern dieselbe Funktion.

  • Backend

    Mit einem sogenannten Backend lassen sich Internetseiten verwalten. In Bezug auf das Fragen-Lern-Netz des Wendel-Verlags ist damit die Fahrschülerverwaltung gemeint. Mithilfe des Benutzernamens und des Passwortes, das sie beim ersten Bezug der Fragen-Lern-Netz-Karten zugeschickt bekommen, können sich Fahrlehrer in ihre persönliche Fahrschülerverwaltung einloggen. Dort können die Fahrlehrer in der Schülerliste einsehen, welcher Schüler im Fragen-Lern-Netz aktiv ist, wie viele Fragen der einzelne Schüler bereits beantwortet hat und bei welchem Thema der Schüler Hilfe benötigt.

  • Bauartbestimmte (-bedingte) Höchstgeschwindigkeit

    Geschwindigkeit, die das Fahrzeug auf ebener Strecke erreichen kann. Welche bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit ein Fahrzeug erreicht, entnehmen Sie den Fahrzeugpapieren.

  • Baustellen

    Baustellen werden durch Schilder angekündigt. Autofahrer haben ihre Geschwindigkeit den Vorgaben anzupassen. Dabei müssen sie mit verschmutzter, also weniger griffiger Fahrbahn rechnen, mit Bauarbeitern zumindest unmittelbar am Übergang von Baustelle und Fahrbahn, evtl. Sichtbehinderungen durch Staubentwicklung, Baustellenfahrzeugen, die langsam aus der Baustelle ausfahren oder in diese einfahren wollen. Der Abstand zum Vordermann muss ausreichend sein. An Autobahnbaustellen sollten unsichere Fahrer den breiteren rechten Fahrstreifen benutzen. Dieser ist auch für viele Pkw oder deren Anhänger vorgeschrieben. Das entsprechende Zeichen auf der „Überleitungstafel“ bezieht sich auf das Maß inklusive der Außenspiegel.

  • Behindern

    Sie behindern einen anderen, wenn dieser wegen Ihnen langsamer werden muss. Im Gegensatz zu Gefährdungen und Schädigungen sind Behinderungen im Straßenverkehr nicht grundsätzlich verboten, sondern nur dann, wenn sie sich in einer Situation vermeiden lassen.

  • Benutzerkonto

    Unter einem Benutzerkonto, oder auch Account, versteht man die Zugangsberechtigung zu einem bestimmten Computerprogramm. So legt z. B. jeder Fahrschüler sein eigenes Benutzerkonto an, in dem Moment wenn er sich das erste Mal mit der Fragen-Lern-Netz-Zugangskarte im Fragen-Lern-Netz registriert. Unter seinem Benutzername werden nun alle Aktivitäten gespeichert. Wie viele Fragen hat der Schüler bereits beantwortet, welche waren falsch und welche Fragen hat der Schüler markiert, um sie sich nochmal vom Fahrlehrer erklären zu lassen? All diese Angaben sind unter seinem Benutzerkonto gespeichert. Hat der Schüler die Prüfung bestanden, kann sein Benutzerkonto auf die Schülerarchivliste verschoben werden. Der Schüler kann nun nicht mehr auf das Benutzerkonto zugreifen.

  • Betriebserlaubnis

    Im engeren Sinn wird damit eine Bescheinigung bezeichnet, die bei zulassungsfreien Fahrzeugen Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung I) und Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung II) ersetzt, z. B. bei einem Mofa oder Kleinkraftrad.

  • Blockieren

    Blockieren eines Rades bedeutet, dass dieses Rad steht, aber noch über die Fahrbahn rutscht. Ein blockiertes Rad kann nicht gelenkt werden. Die Räder können zwar eingeschlagen werden, das Fahrzeug folgt aber nicht diesem Lenkeinschlag.

  • Bremsbereitschaft

    Bremsbereitschaft umfasst zum einen die innere (mentale) Bereitschaft zum Bremsen. Wer mit einer Gefahr rechnet, wird schneller und angemessener (besser) auf diese Gefahr reagieren, als jemand der von dieser überrascht wird. Wie gut (sicher und gelassen) jemand fährt, hängt deshalb besonders davon ab, wie gut er mögliche Gefahren vorhersehen kann. Der Begriff der Bremsbereitschaft umfasst aber auch, dass der rechte Fuß über dem Bremspedal liegt, bevor das Bremsen erforderlich ist. Das verkürzt die Reaktionszeit um ca. 0,3 Sekunden. Eine kurze Zeit, in der das Fahrzeug bei 30 km/h aber bereits ca. 3 m und bei 50 km/h ca. 5 m zurückgelegt. Wenn diese am Ende eines Anhaltewegs fehlen und es zum Aufprall kommt, hat dies heftige Schäden zur Folgen.

  • Bußgeld

    Wer im Straßenverkehr eine Ordnungswidrigkeit begeht, muss als Konsequenz mit einem Bußgeld rechnen. Dabei wird zwischen einem Verwarnungsgeld bei geringfügigen Verstößen und einem Bußgeld bei gravierenden Überschreitungen unterschieden.

  • Chip-Tuning

    Beim Chip-Tuning wird durch Veränderung der Motorelektronik-Software der Ladedruck und die Kraftstoffmenge im Brennraum erhöht. Die Motorleistung und das Drehmoment steigen an, ohne dass am Motor selbst Änderungen vorgenommen wurden. Steigt die Leistung über die Toleranzgrenze hinaus, muss das Tuning von TÜV- oder DEKRA-Sachverständigen in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.

  • Dekra

    Die Dekra wurde 1925 in Berlin gegründet. Die Abkürzung Dekra (Eigenschreibweise DEKRA) steht für Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein und ist für die periodische Überwachung von Kraftfahrzeugen (Haupt- und Abgasuntersuchung) und in einigen Bundesländern für die Fahrerlaubnisprüfung (Führerscheinprüfung) zuständig. Außerdem erstellen die Mitarbeiter der Dekra Gutachten, führen Sicherheitsprüfungen und die Prüfung von technischen Anlagen durch.

  • Dummy

    Ein Dummy ist eine lebensgroße, menschenähnliche Puppe, mit deren Hilfe bei simulierten Verkehrsunfällen die Auswirkungen auf den menschlichen Körper nachgewiesen werden können. Die Puppe ist mit Sensoren ausgestattet, die die Belastungen beim Aufprall nachweisen. Bei vielen Zulassungen von Neufahrzeugen ist ein vorangegangener Test mit Dummys mittlerweile Pflicht.

  • Einbahnstraße

    Das Zeichen schreibt vor, dass mit Fahrzeugen nur in die eine (angezeigte) Richtung gefahren werden darf. Die Gegenrichtung ist durch das Zeichen „Verbot der Einfahrt“ gesperrt. Wenn unter den Verkehrszeichen „Einbahnstraße“ und „Verbot der Einfahrt“ Zusatzzeichen angebracht sind, dürfen Radfahrer die Straße in beide Richtungen befahren. Leicht kommt es zu gefährlichen Begegnungen, wenn andere Verkehrsteilnehmer (Auto-, Motorradfahrer aber auch andere Fahrradfahrer und Fußgänger) nicht mit Fahrradfahrern in Gegenrichtung rechnen. Das gilt besonders im Bereich von Einmündungen, wenn schnell abbiegende Fahrradfahrer anderen Fahrzeugen begegnen, die sich nach links eingeordnet haben, beim (rückwärts) Ausparken, weil Fahrradfahrer dann oft von der C-Säule des Pkw verdeckt sind und ähnlichem mehr. Die Reglung verlangt von allen Beteiligten besonderes Einfühlungsvermögen und gegenseitige Rücksichtnahme.

  • Einfahrten, Einfahren

    Die Stellen, an denen man aus Grundstücken, Parkplätzen, Tankstellen in die Fahrbahn einfährt. Dort gelten keine Vorfahrtregeln, sondern derjenige, der einfährt, muss dafür sorgen, dass eine Gefährdung anderer ausgeschlossen ist. Das bedeutet, Fahrer müssen beim Überqueren von Gehwegen mit Fußgängern und radfahrenden Kindern aus beiden Richtungen rechnen. Beobachten, ob ein Radweg überquert werden muss, der vielleicht sogar in beiden Richtungen befahren werden darf. Die StVO schreibt vor, dass der Fahrer sich einweisen lässt, wenn er nur so eine Gefährdung anderer ausschließen kann. Oft ist der Blick auf Geh-, Radweg und Fahrbahn für den Fahrer aber erst frei, wenn der Auto-Fahrer sich mit seinem Fahrzeug soweit vorgeschoben hat, dass er Teile dieser Wege schon versperrt. Dann behindert er, was in solchen Situationen erlaubt, wenn unvermeidbar. Trotzdem reagieren Fußgänger und Fahrradfahrer oft unwirsch auf solche Behinderungen. Dieselbe Vorschrift gilt auch, wenn man sonst über einen Bordstein in die Fahrbahn einfährt, aus einem verkehrsberuhigten Bereich oder einer Fußgängerzone.

  • Einmündungen

    Dort mündet eine Straße in eine andere. Es gelten die Vorfahrtregeln. Zur genaueren Unterscheidung spricht man auch von T-Einmündungen oder spitz- bzw. stumpfwinkligen Einmündungen. An Einmündungen gelten wie an Kreuzungen die Vorfahrtregeln. Einmündungen sind oft schwer zu erkennen. In der Fahrprüfung und späteren Fahrpraxis kann es dadurch zu Fehlentscheidungen kommen. Lücken zwischen parkenden Fahrzeugen, aber auch Straßennamensschilder können Hinweise sein, dass man sich einer Einmündung nähert. Ob es tatsächlich eine Einmündung ist, an der die Vorfahrtregeln gelten, oder doch nur eine Einfahrt, kann man in unbekannten Gegenden erst sehr spät entscheiden.

  • ESP

    ESP steht für Elektronisches-Stabilitäts-Programm. Wenn das Fahrzeug ausbricht (übersteuert) oder dem Lenkeinschlag sonst nicht folgt (untersteuert), bremst das ESP einzelne Räder ab und hilft so dabei, das Fahrzeug in der Spur zu halten. (Zusätzlich erfolgen Eingriffe über das Motormanagement.) Ob das Fahrzeug durch ESP-Eingriffe in der Spur gehalten werden kann, hängt von zwei Faktoren ab. Erstens der Haftung, also Qualität der Reifen und dem Zustand der Fahrbahn. Zweitens der präzisen Vorgabe des Fahrers, wohin das Fahrzeug sich bewegen soll. Gibt der Fahrer panikartig einen unsinnigen Wunsch vor, wird das ESP auch diesem entsprechen, solang es physikalisch möglich ist. ESP ist ein hilfreicher Assistent, benötigt aber genaue „Befehle“. Der Fahrer muss präzise Lenken, damit das ESP den Fahrerwunsch erkennen kann. Ähnlich wie bei der Bremsbereitschaft ist es wichtig, innerlich (mental) darauf vorbereitet zu sein, wenn solche exakten Lenkreaktionen gefordert werden. Viele Unfälle haben einen Grund darin, dass Fahrer unvorbereitet auf ein Ereignis durch panikartiges Herumreißen des Lenkrads reagieren. Dosiert Lenken, wenn es knapp wird erfordert einige Übung. ESP greift auch auf ABS- und ASR-Komponenten zurück, um das Fahrzeug stabil zu halten. In manchen Fahrzeugen gibt es eine ESP-Taste, über die in der Regel aber nur die ASR-Funktion des ESP ausgeschaltet wird. Das kann beim Anfahren in tiefem Schnee hilfreich sein. Näheres dazu siehe Bedienungsanleitung des jeweiligen Fahrzeugs. Keinesfalls können mit ESP höhere Kurvengeschwindigkeiten gefahren werden. Würde man mit überhöhter Geschwindigkeit in die Kurve einfahren, führt dies zum Verlassen der Fahrspur. Manche Fahrer kommen zu einem falschen Eindruck, weil ESP-Fahrzeuge kein Gas mehr annehmen, wenn man sich beim Beschleunigen in einer Kurve der Kurvengrenzgeschwindigkeit nähert. Wie bei anderen Fahrzeugen auch, muss man also auch mit ESP die Geschwindigkeit vor der Kurve angepassen. Einige Hersteller benutzen andere Begriffe für ESP. Geläufig sind DSC, DSTC, PSM, VSC usw.

  • Fahrbahn

    Teil der Straße, den Fahrzeuge benutzen müssen. Manche Straßen haben zwei Fahrbahnen: Diese sind durch bauliche Einrichtungen, z. B. einen Grünstreifen, voneinander getrennt. Vorsicht! Der Begriff Fahrbahn kann leicht mit dem Begriff Fahrstreifen verwechselt werden. Das kann zu gravierenden Missverständnissen der Prüfungsfragen und beim Fahrverhalten führen. Die Fahrbahnbegrenzung ist eine weiße durchgezogene Linie am Fahrbahnrand. Sie grenzt die Fahrbahn zu einem befestigtem oder unbefestigten Seitenstreifen ab.

  • Fahrerlaubnis

    Die Fahrerlaubnis, umgangssprachlich auch als Führerschein bezeichnet, bescheinigt, dass der Inhaber zum Führen einer oder mehrerer Fahrzeugklassen berechtigt ist. Um den Führerschein zu bekommen, muss der Fahrer eine theoretische und eine praktische Führerscheinprüfung erfolgreich absolviert haben. Grundsätzlich sollte der Fahrer seinen Führerschein beim Fahren immer bei sich tragen. Wird der Fahrer in einer Polizeikontrolle ohne Führerschein angetroffen, drohen ein Bußgeld von 10 Euro.

  • Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)

    Sie regelt die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr und enthält Rechtsvorschriften für die Erst- und die Neuerteilung nach Entzug der Fahrerlaubnis, das Punktesystem und den Führerschein auf Probe. Im Einzelnen gliedert sich die Verordnung in folgende Abschnitte: die allgemeinen Regelungen über die Teilnahme am Straßenverkehr, Führen von Kraftfahrzeugen, Register, Anerkennung und Begutachtung sowie Durchführungs-, Bußgeld- und Schlussvorschriften.

  • Fahrlehrergesetz (FahrlG)

    Das Fahrlehrergesetz regelt die Ausbildung und die Berufsausübung von Fahrlehrern in Deutschland. Ergänzt wird das Gesetz durch die Fahrlehrer-Ausbildungsverordnung und die Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz.

  • Fahrschulcode

    Jede Fahrschule, deren Schüler mit dem Fragen-Lern-Netz lermen, besitzt einen eigenen Fahrschulcode. Dieser Fahrschulcode muss auf den Zugangskarten des Fragen-Lern-Netzes und auch auf den Papierbogen im dafür vorgesehenen Feld vermerkt werden. Registriert sich ein Schüler im Fragen-Lern-Netz mit der Vollversion des Online-Lern-Programms oder auch mit dem Bogenzugang, wird er mithilfe des Fahrschulcodes vom System seiner Fahrschule zugeordnet. Die Daten des Schülers erscheinen nach Eingabe des Codes in der Schülerliste der Fahrschule. So kann der Fahrlehrer die Lernfortschritte der Schüler leicht nachvollziehen.

  • Fahrschülerausbildungsordnung (FahrschAusbO)

    Die Fahrschülerausbildungsordnung regelt die Ausbildung von Fahrschülern in Deutschland. Sie enthält Angaben zu Mindeststundenzahlen und Unterrichtsinhalte. Dort ist auch festgelegt, dass ein Fahrlehrer die Ausbildung erst abschließen darf, das heißt den Fahrschüler zur Prüfung vorstellen darf, wenn er überzeugt ist, dass die vorgeschriebenen Lernziele erreicht sind. Dass bei Ausbildung und Prüfung die Begleitung durch einen Fahrlehrer vorgeschrieben ist, steht im Straßenverkehrsgesetz (§ 2 Abs.15). Die Durchführung der Prüfung richtet sich im Wesentlichen nach der Prüfungsrichtlinie. Die Bundesländer können für ihren Bereich Abweichungen davon bestimmen.

  • Fahrstreifen

    So wie die Fahrbahn Teil der Straße ist, ist der Fahrstreifen Teil der Fahrbahn. Genauer: der Teil der Fahrbahn, den ein mehrspuriges Fahrzeug (also z. B. ein Pkw) zum ungehinderten Fahren benötigt. Also mehr als nur ein enger Streifen, durch den ein Fahrzeug in Schrittgeschwindigkeit hindurch manövriert werden kann. Fahrstreifen können durch weiße Linien (Leitlinien oder Fahrstreifenbegrenzungen) markiert sein. Auf Fahrbahnen mit mehreren Fahrstreifen in eine Richtung gelten besondere Bestimmungen, auf Fahrbahnen mit mehreren markierten Fahrstreifen weitere besondere Bestimmungen.

  • Fahrverbot

    Der Führerschein muss für eine bestimmte Zeit, aufgrund eines Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung, abgegeben werden. Er wird amtlich verwahrt, und Sie bekommen ihn nach Ablauf der Frist ohne Weiteres zurück.

  • Fahrzeug

    Auch Anhänger und Fahrräder sind Fahrzeuge. Fahrzeuge müssen von Kraftfahrzeugen unterschieden werden – aber auch von Spiel und Sportgeräten. Kinderfahrräder und Inlineskates z. B. sind keine Fahrzeuge im Sinne des Straßenverkehrsrechts. Sie dürfen deshalb auch nicht auf Fahrbahnen oder Sonderwegen, die für bestimmte Fahrzeugarten reserviert sind, benutzt werden.

  • Fahrzeugbreite, Breite von Fahrzeugen

    Tatsächliche Fahrzeugbreite ist die Breite inklusive Außenspiegel. Auf diese bezieht sich das Zeichen „Verkehrsverbot für Fahrzeuge über eine Breite“ wie man es z.B. bei Beschilderungen von Autobahnbaustellen oder anderen Engstellen findet. Die entsprechende Angabe findet man in vielen Bedienungsanleitungen von Fahrzeugen. In den Zulassungsbescheinigungen und Fahrzeugscheinen sind lediglich die Breiten ohne Außenspiegel angegeben. Anbauten und überstehende Ladung sind beim Bestimmen der tatsächlichen Breite ebenfalls zu berücksichtigen.

  • Fahrzeugbrief

    Der Fahrzeugbrief ist eine Art Lebenslauf und der Eigentumsnachweis zum Fahrzeug. Er wird seit Oktober 2005 ersetzt durch die (EU-harmonisierte) Zulassungsbescheinigung II.

  • Fahrzeugschein

    Er enthält alle wichtigen Fahrzeugdaten und muss bei jeder Fahrt mitgenommen werden. Seit Oktober 2005 wird er ersetzt durch die (EU-harmonisierte) Zulassungsbescheinigung I.

  • Fernlichtassistent

    Das Fernlicht wird automatisch zugeschaltet, wenn es die Umgebungsbedingungen zulassen. So hat der Fahrer die mit seinem Licht optimale Sicht nach vorne.

  • Freie Fahrstreifenwahl

    Das Recht der Fahrer von Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 t innerhalb geschlossener Ortschaften unabhängig von sonstigen Voraussetzungen selbst zu entscheiden, welchen von mehreren markierten Fahrstreifen in ihre Richtung sie benutzen. Das Recht gilt also nur innerhalb geschlossener Ortschaften, wenn mehrere Fahrstreifen für eine Richtung markiert sind.

  • Führerschein

    Ist die Bescheinigung mit der die Fahrerlaubnis nachgewiesen wird.

  • Fußgängerfurt

    Markierung für Fußgänger an Ampeln, die kennzeichnet, in welchem Bereich die Fußgänger die Fahrbahn überqueren sollen.

  • Fußgängerüberweg

    Der Fußgängerüberweg wird landläufig auch Zebrastreifen genannt. Halten und Parken auf dem Überweg und 5 m davor ist verboten. Fußgänger haben immer Vorrang, wenn zu erkennen ist, dass sie die Fahrbahn überqueren wollen. Radfahrer, die am Zebrastreifen absteigen, genießen das gleiche Recht wie Fußgänger. Radfahrer die einen Fußgängerüberweg benutzen ohne abzusteigen, verhalten sich zwar verkehrswidrig, Sie dürfen diese trotzdem nicht zusätzlich gefährden.

  • Gefährden – Gefährdung ausgeschlossen

    Gefährdet haben Sie jemanden, wenn es aufgrund Ihres Verhaltens nicht mehr in Ihrer Hand lag, dass dem Gefährdeten tatsächlich nichts passiert. Dass eine Gefährdung ausgeschlossen sein muss, ist die härteste Mahnung zur Vorsicht. Wenn es dann zu einem Unfall kommt, war eine Gefährdung nicht ausgeschlossen.

  • Geschlossene Ortschaft

    Sie beginnt und endet mit der Ortstafel. Der Beginn der geschlossenen Ortschaft ist also unabhängig von der Art der Bebauung.

  • Geschwindigkeitsindex

    Der Geschwindigkeitsindex bezeichnet die erlaubte Höchstgeschwindigkeit eines Reifens in Abhängigkeit von der Tragfähigkeit. Der Index findet sich als letztes Zeichen auf dem jeweiligen Reifen. Die einzelnen Buchstaben bedeuten: G = bis 90 km/h; J = bis 100 km/h; L = bis 120 km/h; M = bis 130 km/h; N = bis 140 km/h; P = bis 150 km/h; Q = bis 160 km/h; R = bis 170 km/h; S = bis 180 km/h; T = bis 190 km/h; H = bis 210 km/h; V = bis 240 km/h; VR = über 210 km/h; W = bis 270 km/h; ZR = über 240 km/h; ZR mit Zusatzbuchstabe Y = bis 300 km/h.

  • Gespann

    Kombination aus einem Motorrad und einem Beiwagen.

  • Grüne Versicherungskarte

    Für den Kraftverkehr gilt sie als Versicherungsnachweis bei Fahrten in die Länder, die auf dieser Karte aufgeführt sind. Dazu gehören auch Staaten der EU.

  • Haftpflicht

    Die Pflicht für einen Schaden, der durch das Fahrzeug angerichtet wurde, zu haften. Diese Pflicht setzt nicht unbedingt ein Verschulden des Fahrers oder des Halters voraus. Auch für die Betriebsgefahr, die von einem Fahrzeug ausgeht, muss der Halter haften, z. B. wenn trotz ausreichender Wartung und Kontrolle ein technischer Defekt zu einem Unfall führt. Da die Schäden den Einzelnen finanziell schnell überfordern können, muss eine Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger abgeschlossen werden.

  • Halten

    Halten bezeichnet im Gegensatz zum Anhalten ausschließlich gewollte Fahrtunterbrechungen, z. B. der Fahrer hält, weil er einem Mitfahrer das Aussteigen ermöglichen will. Halten kann zum Parken werden.

  • Halter und Fahrer

    Halter des Fahrzeugs ist derjenige, der tatsächlich über das Fahrzeug verfügt, es nach seinem Willen benutzen und verleihen darf. Der Halter ist immer auch für den verkehrssicheren Zustand des Fahrzeugs verantwortlich. Er ist auch dafür verantwortlich, wem er das Fahrzeug überlässt. Ermöglicht er z. B. jemandem das Fahren, dem die Fahrerlaubnis entzogen wurde, drohen ihm Bußgeld und Punkte. Der Fahrer kann sich aber nicht auf die Verantwortlichkeit des Halters berufen. Entspricht das Fahrzeug nicht den Vorschriften, so muss er wie der Halter mit einem Bußgeld rechnen.

  • Klasse A

    Unter die Klasse A fallen Krafträder, auch mit Beiwagen, über 50 cm³ oder mit einer, durch die Bauart bestimmte, Höchstgeschwindigkeit von über 45 km/h. Außerdem dreirädrige Kraftfahrzeuge über 15 kW sowie dreirädrige Kraftfahrzeuge mit symmetrisch angeordneten Rädern mit über 50 cm³ bei Verbrennungsmotoren oder über 45 km/h bbH und über 15 kW. Fahrer müssen bei Aufstieg von A2 mindestens 20 Jahre (bei mind. 2 Jahre Vorbesitz der Klasse A2), um dreirädrige Kfz zu fahren 21 Jahre und bei Krafträdern direkt 24 Jahre alt sein. Wer den Führerschein der Klasse A besitzt, ist ebenfalls berechtigt, Fahrzeuge der Klassen A2, A1 und AM zu führen.

  • Klasse A1

    Unter die Klasse A1 fallen Krafträder (auch mit Beiwagen) bis 125 cm³, max. 11 kW, Leistung/Gewicht max. 0,1 kW/kg. Außerdem dreirädrige Krafträder, mit symmetrisch angeordneten Rädern über 50 cm³ bei Verbrennungsmotoren oder bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h und einer Leistung von bis zu 15kW. Der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein. Wer den Führerschein der Klasse A1 besitzt, ist ebenfalls berechtigt, ein Fahrzeug der Klasse AM zu führen.

  • Klasse A2

    Mit der Führerscheinklasse A2 dürfen Krafträder (auch mit Beiwagen) mit max. 35 kW und Leistung/Gewicht max. 0,2 kW/kg gefahren werden. Vorausgesetzt der Fahrer ist mindestens 18 Jahre alt. Wer den Führerschein der Klasse A2 besitzt, ist ebenfalls berechtigt, Fahrzeuge der Klassen A1 und AM zu führen.

  • Klasse AM

    Mindestens 16 Jahre muss ein Schüler alt sein, um ein Fahrzeug der Klasse AM zu fahren. Unter die Klasse AM fallen zweirädrige Kleinkrafträder (auch mit Beiwagen) mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h und einer elektrischen Antriebsmaschine oder einem Verbrennungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm³ oder einer maximalen Nenndauerleistung bis zu 4 kW im Falle von Elektromotoren. Krafträder mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h und einer elektrischen Antriebsmaschine oder einem Verbrennungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm³, die zusätzlich hinsichtlich der Gebrauchsfähigkeit die Merkmale von Fahrrädern aufweisen(Fahrräder mit Hilfsmotor).

    Dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge jeweils mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h und einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm³ im Falle von Fremdzündungsmotoren, einer maximalen Nutzleistung von nicht mehr als 4 kW im Falle anderer Verbrennungsmotoren oder einer maximalen Nenndauerleistung von nicht mehr als 4 kW im Falle von Elektromotoren; bei vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen darf darüber hinaus die Leermasse nicht mehr als 350 kg betragen, ohne Masse der Batterien im Falle von Elektrofahrzeugen.

  • Klasse B (BF17)

    Wer die Fahrerlaubnis für die Klasse B besitzt, darf Kraftfahrzeuge mit einem Gewicht bis 3500 kg zulässige Gesamtmasse (zG) fahren. Ausgenommen sind Fahrzeuge der Klassen A, A2 und A1. Es dürfen Fahrzeuge gefahren werden, die für nicht mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer ausgelegt und gebaut sind. Anhänger bis 750 kg zG oder Anhänger über 750 kg zG, sofern die zulässige Gesamtmasse der Kombination 3500 kg nicht überschreitet. Der Fahrer muss mindestens 18 Jahre alt sein. Fahren ab 17 Jahre ist nur mit anerkanntem Begleiter erlaubt. Wer den Führerschein der Klasse B besitzt, ist ebenfalls berechtigt, Fahrzeuge der Klassen AM und L zu führen.

  • Klasse B96

    Mit der Fahrerlaubnis B96 darf ein Zugfahrzeug der Klasse B und ein Anhänger gefahren werden. Der Anhänger darf eine zulässige Gesamtmasse von 750 kg haben. Die Fahrzeugkombination darf eine zulässige Gesamtmasse von 4250 kg nicht übersteigen. Der Fahrer muss 18 Jahre alt sein, oder ab 17 Jahre mit einem anerkannten Begleiter unterwegs sein. Eine Fahrerschulung ohne Prüfung ist ebenfalls nötig, genau wie ein Vorbesitz der Führerscheinklasse B.

  • Klasse BE

    Der Fahrer darf ein Zugfahrzeug der Klasse B und einen Anhänger oder einen Sattelanhänger fahren. Die zulässige Gesamtmasse des Anhängers oder des Sattelanhängers beträgt 3500 kg. Der Fahrer muss 18 Jahre alt sein, oder ab 17 Jahre mit einem anerkannten Begleiter unterwegs sein. Eine Fahrerschulung ohne Prüfung ist ebenfalls nötig, genau wie ein Vorbesitz der Führerscheinklasse B.

  • Klasse C

    Wer die Fahrerlaubnis für die Klasse B besitzt, kann mit 21 Jahren auch die Prüfung für Klasse C ablegen (18 Jahre mit Grundqualifikation bzw. spezieller Berufsausbildung). Die Fahrerlaubnis für Klasse C berechtigt dazu, Kraftfahrzeuge zu führen, deren zG über 3500 kg liegen. Es dürfen nicht mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer befördert werden. Ein Anhänger mit bis zu 750 kg zG darf ebenfalls mitgeführt werden. Ausgenommen sind Kraftfahrzeuge der Klassen A, A2, A1, AM. Wer den Führerschein der Klasse C besitzt, ist ebenfalls berechtigt, Fahrzeuge der Klasse C1 zu führen.

  • Klasse C1

    Wer die Fahrerlaubnis C1 erwerben will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und einen Führerschein der Klasse B besitzen. Die Klasse C1 berechtigt zum Führen von Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 3500 kg, aber max. 7500 kg. Zulässig ist eine Beförderung von nicht mehr als 8 Personen außer dem Fahrzeugführer. Des Weiteren darf mit einem Anhänger, bis zu einem Gewicht von 750 kg zG gefahren werden. Ausgenommen sind Fahrzeuge der Klassen A, A2, A1, und AM.

  • Klasse C1E

    Ist ein Fahrer im Besitz der Führerscheinklasse C1 und mindestens 18 Jahre alt, darf er auch die Prüfung für die Klasse C1E ablegen. Bei bestandener Prüfung ist er berechtigt, Fahrzeuge der Klasse C1 mit einem (Sattel-) Anhänger über 750 kg zG und einer zulässigen Gesamtmasse der Kombination von max. 12.000 kg zu fahren. Des Weiteren darf er auf ein Kfz der Klasse B mit einem (Sattel-) Anhänger über 3500 kg zG fahren. Allerdings darf diese Kombination die zulässige Gesamtmasse von max. 12.000 kg nicht übersteigen. Wer den Führerschein der Klasse C1E besitzt, ist ebenfalls berechtigt, Fahrzeuge der Klassen BE sowie D1E zu führen, sofern der Inhaber zum Führen von Fahrzeugen der Klasse D1 berechtigt ist.

  • Klasse CE

    Ist man in Besitz der Fahrerlaubnis Klasse C, darf auch die Prüfung für Klasse CE abgelegt werden. Der Fahrer ist dann berechtigt, Kraftfahrzeuge der Klasse C mit Anhängern oder einem Sattelanhänger, jeweils über 750 kg zG, zu führen. Der Fahrer muss mindestens 21 Jahre alt sein und im Vorbesitz eines Klasse C Führerscheins sein. Eingeschlossene sind die Klassen BE, C1E und T sowie D1E, sofern der Inhaber zum Führen von Fahrzeugen der Klasse D1 berechtigt ist und DE, sofern er zum Führen von Fahrzeugen der Klasse D berechtigt ist.

  • Klasse D

    Wer im Besitz der Führerscheinklasse D ist, darf mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer befördern. Auch das Fahren mit Anhänger (max. 750 kg zG) ist erlaubt. Voraussetzungen, um die Fahrerlaubnis für die Klasse D zu erwerben, sind ein Führerschein der Klasse B und ein Mindestalter von 24 Jahren. Wer den Führerschein der Klasse D besitzt, ist ebenfalls berechtigt, Fahrzeuge der Klasse D1 zu führen. Ausgenommen sind Kraftfahrzeuge der Klassen A, A2, A1, AM.

  • Klasse D1

    Voraussetzung, um die Fahrerlaubnis Klasse D1 zu bekommen, ist ein Führerschein der Klasse B. Der Fahrer muss mindestens 21 Jahre alt sein (18 Jahre mit Grundqual. bzw. spez. Berufsausbildung). Mit Erwerb der Klasse D1 ist der Fahrer berechtigt, nicht mehr als 16 Personen außer dem Fahrzeugführer zu befördern. Das Fahrzeug darf bis zu acht Meter lang sein. Ein Anhänger mit einer zG von bis zu 750 kg darf ebenfalls mitgeführt werden. Ausgenommen sind Kraftfahrzeuge der Klassen A, A2, A1, AM.

  • Klasse D1E

    Wer die Fahrerlaubnis der Klasse D1E erwerben will, muss in Besitz der Klasse D1 und 21 Jahre alt sein. Ist die Prüfung bestanden, darf der Fahrer Kraftfahrzeuge der Klasse D1 mit einem Anhänger über 750 kg zG fahren. Eingeschlossene Klassen sind BE sowie C1E, sofern der Inhaber zum Führen von Fahrzeugen der Klasse C1 berechtigt ist.

  • Klasse DE

    Die Führerscheinklasse DE erlaubt das Fahren von Fahrzeugkombinationen, die aus einem Zugfahrzeug der Klasse D und einem Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg bestehen. Voraussetzung für DE sind der Besitz eines Führerscheins der Klasse D und ein Mindestalter von 24 Jahren. Eingeschlossene sind die Klassen BE, D1E sowie C1E, sofern der Inhaber zum Führen von Fahrzeugen der Klasse C1 berechtigt ist.

  • Klasse L

    Mit der Fahrerlaubnisklasse L dürfen Fahrer ab 16 Jahre Zugmaschinen fahren, die nach ihrer Bauart zur Verwendung für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind und dafür eingesetzt werden. Die durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 40 km/h, auch mit Anhänger, wenn nicht schneller als 25 km/h gefahren wird. Selbstfahrende Arbeitsmaschinen, selbstfahrende Futtermischwagen, Stapler und andere Flurförderzeuge dürfen max. 25 km/h schnell sein, auch mit Anhänger.

  • Klasse T

    Die Fahrerlaubnis für die Klasse T berechtigt Fahrer ab 16 Jahre zum Führen von Zugmaschinen mit einer max. Geschwindigkeit von 40km/h bbH (bis 60 km/h bbH ab 18 Jahre). Des Weiteren dürfen selbstfahrende Arbeitsmaschinen oder selbstfahrende Futtermischwagen mit einer durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h gefahren werden. Die Fahrzeuge müssen für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt und eingesetzt werden, jeweils auch mit Anhängern. Wer den Führerschein der Klasse T besitzt, ist ebenfalls berechtigt, Fahrzeuge der Klassen L und AM zu führen.

  • Kombination, Fahrzeugkombination

    Vgl. Zug

  • Kopierschutz

    Die Fragen-Lern-CD des Wendel-Verlags hat einen Kopierschutz. Damit wird verhindert, dass die urheberrechtlich geschützen Daten der CD vervielfältigt werden.

  • Kraftfahrzeug

    Ein Landfahrzeug mit eigenem Motor, das nicht an Schienen gebunden ist. Mofa und Motorräder sind also genauso Kraftfahrzeuge wie Pkw und Lkw. Anhänger und Fahrräder sind keine Kraftfahrzeuge, weil sie keinen eigenen Motor haben. Aber auch Straßenbahnen sind keine Kraftfahrzeuge – wichtig z. B. bei der Beurteilung von Überholverboten.

  • Kreisverkehr

    Durch Kreisverkehre wird das Linksabbiegen vermieden. Sie sollen so der Sicherheit und dem besseren Verkehrsfluss dienen. Sie sind in der Regel mit dem Zeichen „Kreisverkehr“ und "Vorfahrt gewähren“ gekennzeichnet. Vorfahrt hat (dann) der Verkehr auf der Kreisfahrbahn. Achtung! Manchmal verlaufen Radwege unmittelbar vor bzw. hinter dem Kreisverkehr. Das Beobachten von Fußgängern und Radfahrern, deren Weg man beim Verlassen des Kreisverkehrs kreuzt, ist oft durch B-, C-Säule des eigenen Pkw, Mitfahrer und ähnliches mehr erschwert. Empfehlenswert, sehr früh - möglichst bereits beim Einfahren in den Kreisverkehr nach Fußgängern und Radfahrern Ausschau halten, an deren Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit man erkennen kann, dass sich die Bahnen kreuzen. Nur das Verlassen des Kreisverkehrs ist durch Blinken anzukündigen.

  • Leergewicht, Leermasse

    Beide Begriffe bedeuten im Straßenverkehrsrecht das Gleiche. Der Begriff Gewicht wird in neueren Rechtsvorschriften und Dokumenten durch den Begriff Masse ersetzt. Leergewicht (Leermasse) heißt das Gewicht, das das betriebsfertige Fahrzeug mit gefülltem Kraftstofftank, Ausrüstungsteilen (z. B. Ersatzrad, Wagenheber u. Ä.) wiegt. Bei Krafträdern und Pkw sind für den Fahrer schon 75 kg eingerechnet. Austauschbare Ladungsträger (z. B. Container) werden nicht in das Leergewicht eingerechnet. Das Leergewicht finden Sie im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung I).

  • Lichthupe

    Als Lichthupe wird das kurze Aufblenden mit dem Fernlicht bezeichnet. Außerhalb geschlossener Ortschaften darf die Lichthupe als Ankündigung eines Überholvorgangs benutzt werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Sicherheitsabstand ausreichend ist und das Signal nicht dauerhaft gegeben wird.

  • Liegenbleiben

    Zur Abgrenzung von den Formen der freiwilligen Fahrtunterbrechung Halten und Parken, und denen der verkehrsbedingten Fahrtunterbrechung Anhalten und Warten, wird in der StVO und den Prüfungsfragen der Begriff Liegenbleiben benutzt. Liegenbleiben bedeutet, dass das Fahrzeug defekt oder der Gesundheitszustand des Fahrers oder eines Mitfahrers sich plötzlich so sehr verschlechtert, dass die Fahrt unterbrochen werden muss. Liegenbleiben lässt sich unter Umständen vermeiden z.B. durch regelmäßige Wartung des Fahrzeugs, reifenschonende Fahrweise, regelmäßigem Check von Reifenzustand und -luftdruck sowie Kontrolle des Füllstands von Motoröl und Kühlflüssigkeit. Selbst während der Fahrt kann man noch einiges tun, um nicht an gefährlichen Stellen liegenzubleiben, z. B. beachten von Kontrollleuchten, ungewohnten Geräuschen oder auffälligen Reaktionen des Fahrzeugs. Wer früh auf kleine Signale reagiert, erspart sich großen Ärger und Gefahr. Das klingt vernünftig, scheint aber nicht unbedingt in der Natur von Menschen zu liegen. Meist reagieren wir erst auf starke Signale.

  • Lkw

    Nicht Größe und Gewicht entscheiden darüber, ob ein Kraftfahrzeug als Lastkraftwagen gilt. Einzig seine Zweckbestimmung ist dafür entscheidend. Es gibt Lkw, die aus einem Pkw entwickelt wurden, aber z. B. im Unterschied zu dem Pkw nur über ein Fahrerhaus mit zwei Sitzen (dafür aber eine große Ladefläche) verfügen. Ob ein Fahrzeug Lkw oder Pkw ist, können Sie im Zweifelsfall dem Fahrzeugschein / der Zulassungsbescheinigung I entnehmen. Es gibt Vorschriften die für Lkw ohne Angabe von irgendwelchen Gewichten gelten, von denen auch Nutzer einer Fahrerlaubnis der Klasse B betroffen sein können. Beispielsweise das Sonntagsfahrverbot gilt für Lkw mit Anhänger unabhängig von Größe und Gewichtsklassen. Prüfen Sie bevor Sie am Wochenende mit einem Fahrzeug der „Pkw-Klasse“ zu Sportveranstaltungen oder ähnlichem mit Anhänger aufbrechen, ob dieser vielleicht als Lkw zugelassen ist. (Ohne Anhänger wäre es kein Problem). Welche Lkw und welche Anhänger Sie fahren dürfen, können Sie unter Ihrer Fahrzeugklasse nachschlagen.

  • Login

    Unter Login versteht man den Anmeldevorgang auf einer Internetseite. Will ein Schüler z. Bsp. im Fragen-Lern-Netz für seine Prüfung trainieren, wird er unter www.fragen-lern-netz.de zuerst aufgefordert seinen Benutzername und sein Kennwort einzugeben. Mit dem Klick auf das Feld "Login" gelangt er dann in seinen persönlichen Bereich und kann mit dem Training beginnen. Hat er das Training beendet, klickt er auf "Logout" um sich abzumelden.

  • Logout

    Unter Logout versteht man die Abmeldung aus einem geschlossenen Benutzerbereich im Internet. Hat ein Fahrschüler z. Bsp. sein Training für die Fahrprüfung im Fragen-Lern-Netz beendet, klickt er auf Logout, um sich abzumelden. Um wieder mit dem Training zu beginnen, muss er seinen Benutzername und sein Passwort eingeben und auf "Login" klicken.

  • Mindestprofiltiefe

    1,6 Millimeter ist die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe für Kfz-Sommerreifen. 4 Millimeter beträgt die Mindestprofiltiefe für Winterreifen radialer Bauart. Winterreifen diagonaler Bauart benötigen dagegen 5 Millimeter Mindestprofiltiefe. Motorräder mindestens 1,6 mm und Mofas mindestens 1 mm. Für Lkw gilt übrigens der gleiche Paragraph der StVO wie für Pkw. Das heißt eine geeignete Bereifung je nach Fahrzeugart und Straßenverhältnissen und eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern sind vorgeschrieben. Die Mindestprofiltiefe wird gemessen an den Hauptrillen der Reifen. Auch wenn nur einzelne Stellen des Reifens nicht mehr die erforderliche Profiltiefe aufweisen, dürfen diese nicht mehr benutzt werden. Die Reifen sind der einzige Kontakt zwischen Ihrem Fahrzeug und der Fahrbahn. ABS, ASR, ESP, Allradantrieb und ähnliche Systeme können nur im Rahmen der durch die Reifen auf die Fahrbahn zu übertragenden Kräfte wirken. Stark ungleichmäßige Abnutzungen sind auf häufiges, längeres Fahren mit falschen Reifendruck zurückzuführen.

  • Mutterfrage

    Eine Mutterfrage ist eine Bildfrage in der theoretischen Führerscheinprüfung. In den Bogen des Wendel-Verlags sind sie mit einem großen M in der linken Ecke des Bildes gekennzeichnet. Von dieser Frage kann es in der Prüfung Varianten geben. Das bedeutet, dass die Darsteller und die Umgebung auf dem Bild anders aussehen können – die Verkehrssituation aber gleich bleibt. Es können sich z. B. die Farben von Autos verändern, Autos gegen Motorräder ausgetauscht werden oder der Hintergrund verschieden sein. Fragestellung und Wertigkeit bleiben ebenfalls gleich, werden ggf. an die geänderten Darsteller angepasst.

  • Phablet

    Ein Phablet ist eine Mischung aus einem Telefon und einem Tablet. Üblicherweise sind Phablets mit einer Bildschirmdiagonale über 5 Zoll sehr viel größer als ein normales Smartphone. Auch mit einem Phablet können Fahrschüler bequem überall für die Führerscheinprüfung lernen. Einfach im Browser www.fragen-lern-netz.de aufrufen, Benutzername und Kennwort eingeben und loslegen.

  • Polizist

    Regelt ein Polizist den Verkehr ist seinen Zeichen und Weisungen Folge zu leisten. Sie gehen allen anderen Anordnungen und sonstigen Regeln vor, entbinden den Verkehrsteilnehmer jedoch nicht von seiner Sorgfaltspflicht, auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten.

  • Prüfbescheinigung Mofa

    Sie wird verlangt, wenn jemand ein Mofa im öffentlichen Straßenverkehr fährt. Die Prüfbescheinigung ist keine Fahrerlaubnis.

  • Prüfungsfrage

    Eine Frage, die einem Fahrschüler in der theoretischen Führerscheinprüfung gestellt wird.

  • QR-Code

    Ein QR-Code (QR steht für Quick Response - schnelle Antwort) hilft dabei, Daten schnell zu übermitteln. Beim Wendel-Verlag dienen die verschiedenen QR-Codes dazu, die Fahrschüler direkt zu den Videos der Filmfragen weiterzuleiten. Scannt der Fahrschüler mit seinem Smartphone oder Tablet den Code, mithilfe einer QR-Code-Scanner-App ab, wird ihm der Film sofort abgespielt. So kann er direkt während er den Fragebogen ausfüllt, gleich die Filmfragen mit beantworten.

  • Rahmenplan

    Amtliche Vorgaben die regeln, was der Fahrschüler während der Vorbereitung auf die Führerscheinprüfung leisten muss z. Bsp. Nachtfahrt, Autobahnfahrt, Überlandfahrt etc.

  • Registrierung

    Unter Registrierung versteht man die erstmalige Anmeldung eines Benutzers für ein spezielles Computerprogramm. Die Fahrschüler registrieren sich im Fragen-Lern-Netz, indem sie den 16-stelligen Registrierungscode und den Fahrschulcode bei ihrer Erstanmeldung angeben. Mithilfe des Fahrschulcodes wird jeder Schüler seiner Fahrschule zugeordnet.

  • Richtgeschwindigkeit

    Empfehlung, eine bestimmte Geschwindigkeit nicht zu überschreiten – keine zwingende Vorschrift. Wer sich an die Empfehlung nicht hält, muss damit rechnen, dass er bei einem Unfall stärker in die Verantwortung genommen wird, als wenn er der Empfehlung gefolgt wäre. Das gilt auch, wenn der andere einen schwerwiegenden Fehler begangen hat. Die Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen beträgt 130 km/h. Ein Verkehrszeichen, mit dem andere Richtgeschwindigkeiten empfohlen werden konnten, wurde mit der Änderung 2012 aus der StVO gestrichen.

  • Richtungspfeile auf der Fahrbahn

    Weiße Pfeile auf der Fahrbahn, die vorschreiben, in welche Richtung der Fahrer, der einen so gekennzeichneten Fahrstreifen benutzt, an der nächsten Kreuzung oder Einmündung weiterfahren muss.

  • Schädigen

    Jemandem einen Schaden zufügen. Bereits derjenige, der durch eine Pfütze fährt und einen Fußgänger nass spritzt, hat diesen geschädigt und muss den Schaden ersetzen (z. B. die Reinigungskosten übernehmen).

  • Schrittgeschwindigkeit

    Die Geschwindigkeit eines normal gehenden Fußgängers. Sie wird mit etwa 5 km / h angenommen.

  • Schülerarchiv

    Das Schülerarchiv finden Fahrlehrer in ihrem Fahrschulverwaltungsbereich des Fragen-Lern-Netz. Hat sich der Fahrlehrer mit seinem Benutzername und seinem Kennwort im Fragen-Lern-Netz eingeloggt, findet er im linken oberen Bereich das Schülerarchiv. Diese Liste fasst alle Schüler, deren Zugang inaktiv ist. Ein Zugang kann inaktiv sein, weil der Fahrlehrer den Schüler nach bestandener Theorieprüfung archiviert hat, aber auch, wenn die vom Verlag voreingestellten 8 Monate Benutzungsdauer abgelaufen ist.

  • Schülerliste

    Die Schülerliste finden Fahrlehrer im Fahrschulverwaltungsbereich des Fragen-Lern-Netz. Hat sich der Fahrlehrer mit seinem Benutzername und seinem Kennwort im Fragen-Lern-Netz eingeloggt, findet er die Schülerliste im linken oberen Bereich. Die Schülerliste fasst alle Schüler, die derzeit aktiv im Fragen-Lern-Netz für die Führerscheinprüfung lernen. Den Lernfortschritt kann der Fahrlehrer mit einem Klick auf den Schülername einsehen.

  • Seitenstreifen

    Seitenstreifen sind nicht Teil der Fahrbahn. Auf ihnen darf in der Regel nicht gefahren werden. Sie sind durch eine durchgezogene weiße Linie (Fahrbahnbegrenzung) von der Fahrbahn abgegrenzt. Fahrradfahrer dürfen auf rechten Seitenstreifen fahren, wenn keine Radwege vorhanden sind. Ebenso dürfen Fahrer langsamer Fahrzeuge diese benutzen, um mehreren schnelleren Fahrzeugen das Überhole zu ermöglichen. Zum Parken sind rechte Seitenstreifen zu benutzen, wenn sie ausreichend befestigt sind. Oft sind sie sogar direkt als Parkstreifen ausgelegt. Auf Autobahnen dürfen Seitenstreifen nur beim Liegenbleiben benutzt werden. Durch besondere Zeichen können Seitenstreifen zeitweise auch zum Fahren freigegeben werden.

  • Sichtlinie

    Eine lediglich gedachte Linie an Kreuzungen und Einmündungen. Der Begriff bezeichnet die Stelle, von der aus man den vorfahrtberechtigten Verkehr überblicken kann. Problematisch kann es werden, wenn man Gehwege und Radwege versperren muss, um die vorfahrtberechtigten Fahrzeuge auf der Fahrbahn zu erkennen.

  • Smartphone

    Unter dem Begriff "Smartphone" versteht man ein Mobiltelefon, mit dem man neben Telefonieren auch im Internet surfen kann. Mithilfe eines Browsers (wie beim Computer) können die Benutzer Internetseiten auch unterwegs aufrufen. Das ist besonders für Fahrschüler von Vorteil, die auch mit dem Smartphone für den Führerschein trainieren wollen. Ruft der Schüler mit seinem Smartphone die Seite www.fragen-lern-netz.de auf, kann er sich direkt einloggen und gleich mit dem Training beginnen.

  • Straße

    Oberbegriff, der Fahrbahn, Gehweg, Radweg und Seitenstreifen einschließt.

  • Straßenverkehrsgesetz (StVG)

    Das Straßenverkehrsgesetz beinhaltet die Grundlagen des Straßenverkehrsrechts in Deutschland. Es gliedert sich in folgende Abschnitte: Verkehrsvorschriften, Haftpflicht, Straf- und Bußgeldvorschriften, Fahreignungsregister, Fahrzeugregister, Fahrerlaubnisregister, Vorschriften und Übergangsregelungen.

  • Straßenverkehrsordnung (StVO)

    Sie regelt das Verhalten im Straßenverkehr. Im ersten Teil wird das Verhalten im Straßenverkehr festgelegt. Besonders die gegenseitige Rücksichtnahme wird dabei hervorgehoben. Die wichtigsten Regelungen sind die Straßenbenutzung, die Geschwindigkeitsbegrenzung, der Abstand, das Überholen, die Vorfahrt, das Abbiegen, das Halten und Parken und die Beleuchtung.
    Im zweiten Teil geht es um die Klassifikation der Verkehrszeichen und andere Verkehrseinrichtungen. Danach folgen die die Durchführungs- und Bußgeldvorschriften.

  • Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO)

    Sie regelt die Zulassung und den Zustand der Fahrzeuge.

  • Stützlast

    Das Gewicht, mit dem ein Anhänger auf der Anhängerkupplung abgestützt werden darf.

  • Support

    Der Support des Wendel-Verlags unterstützt und hilft Fahrschülern und Fahrschulen, wenn sie eine Frage zum Lernmaterial des Wendel-Verlags haben. Unter support.wendel-verlag.de haben Schüler und Fahrschulen jederzeit die Möglichkeit, ihre Frage mittels Web-Ticket an das Support-Team des Verlags zu übermitteln. Es wird schnell geholfen.

  • Tablet

    Das Tablet wird auch Tabletcomputer genannt. Es handelt sich dabei um eine besonders flache und leichte Version eines Computers. Anders als beim Desktop-PC hat ein Tablet einen sogenannten Touchscreen. Das Gerät wird so durch direktes Tippen auf den Bildschirm bedient. Auch die Tastatur ist über den Bildschirm direkt anzuwählen. Das Tablet eignet sich wegen seiner handlichen Größe sehr gut, um im Fragen-Lern-Netz für die Führerscheinprüfung zu trainieren. Die Schüler brauchen dazu eine Internetverbindung.

  • Tagfahrlicht

    Tagfahrlicht bezeichnet eine Funktion mit der alle neuen Pkw ausgestattet sein müssen. Es ist ein weißes, meist in die Hauptscheinwerfer integriertes, Licht. Diese dürfen nur am Tag bei guter Sicht benutzt werden. Beim Durchfahren von Tunnel beispielsweise oder bei Regen und ähnlichen Sichtbehinderungen muss Abblendlicht eingeschaltet werden. Dies ist auch deshalb von großer Bedeutung, weil das Fahrzeug allein mit Tagfahrlicht hinten nicht beleuchtet ist. Dies ist besonders wichtig für Fahrer, die nach einer Gewöhnung auf Fahrzeuge mit automatischem Abblendlicht auf Fahrzeuge wechseln, bei denen sie selbst von Tagfahrlicht auf Abblendlicht umstellen müssen.

  • Tatsächliche Gesamtmasse

    Die tatsächliche Gesamtmasse (Gesamtgewicht) ist das Gewicht, das das Fahrzeug im Moment mit allen Insassen und Ladung hat, das im Moment den Tatsachen entspricht.

  • TÜV

    Unter der Abkürzung TÜV werden alle Technischen Überwachungsvereine gefasst. Sie sind zuständig für Sicherheitskontrollen und technische Prüforganisationen. Die wohl bekannteste Aufgabe ist die Hauptuntersuchung an Kraftfahrzeugen. Die Abnahme der Fahrerlaubnisprüfungen wird in vielen Bundesländern ebenfalls durch einen TÜV wahrgenommen, in anderen durch den DEKRA.

  • Überholen

    An fahrenden oder wartenden Fahrzeugen wesentlich schneller vorbeifahren. Wichtig zu wissen ist, dass man auch Fahrzeuge, die verkehrsbedingt stehen, also anhalten und warten, überholt. Nur mit diesem Wissen kann man das Überholverbot an Fußgängerüberwegen richtig einschätzen und befolgen.

  • Übersteuern

    Von Übersteuern spricht man, wenn ein Fahrzeug bei einem Lenkmanöver (z.B. in einer Kurve, beim Ausweichen oder Abbiegen) weiter (deshalb übersteuern) zum Kurveninneren kommt, als dies dem Lenkeinschlag entspricht. Man spricht dann auch vom Ausbrechen des Fahrzeugs oder einem Ausbrechen des Hecks. Die Bezeichnung Heckausbruch beschreibt genauer was dabei passiert: Die Hinterachse hat keine ausreichende Haftung mehr, das Heck versucht gleichsam am vorderen Fahrzeug vorbeizukommen und bringt das Fahrzeug in eine Drehbewegung.

    Die Gefahr eines Heckausbruchs besteht, beim Übergang von glatter auf griffige Fahrbahn, wenn die Vorderräder mehr Haftung haben als die Hinterräder. Einen vergleichbaren Zustand hat man auch, wenn die Reifen auf der Hinterachse in einem schlechteren Zustand als die der Vorderachse, bei schadhaften oder ungeeigneten Stoßdämpfern, durch heftige Rad- oder Achslastverlagerungen, z.B. ruckartige Wegnehmen des Gases und gleichzeitig heftigem Lenkeinschlag. Auch ungünstige Lastverteilung durch Beladung, Fahrzeugeinbauten kann die Tendenz zum Übersteuern erhöhen. Man kann also viel tun, um diesen gefährlichen Zustand zu vermeiden.

    Das Abfangen des Fahrzeugs, besonders bei einem überraschenden und heftigen Heckausbruch, erfordert viel Übung. Das Gelingen ist auf engen, kurvigen Straßen sowie auf befahrenen Straßen stark vom Glück abhängig. Durch Fahrzeugwartung und angepasste Fahrweise kann man viel tun, um solche Situationen zu vermeiden.

    Beim Untersteuern schiebt der Wagen über die eingeschlagenen Vorderräder zur Kurvenaußenseite. Der Wagen folgt dem Kurvenradius also weniger (deshalb untersteuern) als aufgrund des Lenkeinschlags gewünscht oder erwartet. Die Ursache: Das Fahrzeug ist für den Lenkeinschlag zu schnell. Verhängnisvoll, dass Fahrer meist immer weiter lenken, wenn sie bemerken, dass das Fahrzeug dem Lenkeinschlag nicht folgt - sie verstärken damit das Untersteuern. In Kurven und beim Abbiegen tritt Untersteuern vor allem durch zu hohe Geschwindigkeit oder unerwartet glatte Fahrbahn auf. Bei Spurwechseln durch zu starkes Lenken, wie es einem erforderlich erscheint, wenn man zu spät mit dem Lenken beginnt.

  • Unfallbeteiligter

    Jeder, dessen Verhalten zum Unfall beigetragen haben kann. Unfallbeteiligte müssen sich ausweisen und Angaben über die Art ihrer Beteiligung machen. Unabhängig davon, ob sie selbst einen Schaden erlitten haben oder schuldig sein könnten, können sie zur Aufklärung des Unfall-hergangs beitragen.

  • Untersteuern

    Siehe Übersteuern.

  • Variante

    Eine Variante ist eine Prüfungsfragen-Art. Zu jeder Variante gibt es eine grundlegende Mutterfrage. Varianten unterscheiden sich in der Abbildung voneinander. Die Verkehrssituation bleibt gleich, es können sich aber beteiligte Fahrzeuge und die Umgebung auf dem Bild ändern.

  • Verkehrsberuhigter Bereich

    In einem verkehrsberuhigten Bereich darf nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Parken ist nur auf gekennzeichneten Flächen erlaubt.

  • Verkehrsteilnehmer

    Umfassender Begriff für alle Benutzer von Straßen, der auch Fußgänger mit einschließt.

  • Verwarnungsgeld

    Die Höhe des Verwarnungsgeldes liegt zwischen 5 und 35 Euro. Damit werden geringfügigere Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet.

  • Vollbremsung

    Das wirkungsvollste Gefahrmanöver. Eine Bremsung bei der schlagartig alle Kraft auf das Bremspedal gebracht wird. (Kurz: Bremse zu. Kupplung dazu. Auf Lenkkorrekturen einstellen.) Sie kostet Überwindung. Oft gibt es eine Tendenz am Ende einer so starken Bremsung das Pedal zu lockern. Das kann daran liegen, dass man fälschlicherweise schon meint zu stehen, oder der zu erwartende Ruck am Ende der Bremsung gewohnheitsmäßig ausgeglichen wird. Viele Fahrer können den Druck auf das Bremspedal auch nicht halten, weil sie während eines solchen Manövers keinen ausreichenden Halt im Sitz finden. Das liegt meist an einer zu schräg eingestellter Rückenlehne. Solche Vollbremsungen brauchen Übung. Sie gehören zum Standardprogramm der Fahrschulen und können auch in der praktischen Prüfung verlangt werden. ABS hilft, dass das Fahrzeug während des Bremsvorgangs stabilisiert wird. Der Fahrer sollte sich darauf einstellen, dass er durch dosiertes Lenken einen möglichen Spurversatz ausgleichen muss. Auch dazu ist eine stabile Sitzposition Voraussetzung.

    Ohne zwingenden Grund dürfen Fahrer nicht so stark bremsen. Da sie nur im Gefahrfall dann aber auch konsequent eingesetzt werden soll, wird so eine Bremsung auch als Gefahrbremsung bezeichnet. Dabei hilft das ABS dabei, dass die Räder des Fahrzeugs nicht blockieren und der Bremsvorgang stabilisiert wird.

  • Vorfahrt

    Sie dient der Regelung der Reihenfolge im Querverkehr, regelt also, in welcher Reihenfolge die Fahrer fahren dürfen, die an Kreuzungen und Einmündungen seitlich aufeinandertreffen.

  • Vorrang

    Vorrang bezeichnet die Regelung zur Reihenfolge im Längsverkehr, d. h. die Reihenfolge zwischen Verkehrsteilnehmern, die sich entgegenkommen oder in gleicher Richtung unterwegs sind und deren Spur sich kreuzen. Beispiele sind, dass Linksabbieger entgegenkommende Fahrzeuge durchlassen müssen oder dass Abbieger Straßenbahnen durchlassen müssen, die von hinten kommen und deren Spur man kreuzt (amtlich die auf oder neben der Fahrbahn in gleicher Richtung fahren). Aber auch Reihenfolgen zwischen Fahrern und Fußgängern, kurz alle Fällen, die nicht zur Vorfahrt gehören, werden mit Vorrang bezeichnet.

  • Warndreieck

    Ein Warndreieck (mit entsprechendem Prüfzeichen) gehört zur Pflichtausstattung eines jeden Kraftfahrzeugs. Kommt es zu einem Unfall oder einer Panne, muss das Dreieck innerhalb einer Ortschaft mit 50 m Abstand aufgestellt werden. Auf Straßen auf denen höhere Geschwindigkeiten gefahren werden, sind sogar 100 m und 200 m nötig.

  • Warten

    Ist eng mit dem Begriff Anhalten verbunden. Der Wartepflicht am Fußgängerüberweg, beim Zeichen „Vorfahrt gewähren!“ oder als Linksabbieger kann man oft nachkommen, ohne stehen zu bleiben, also ohne anzuhalten. Warten ist insofern ein übergeordneter Begriff, der offen lässt, wie man es tut.

  • Xenon-Licht

    Xenon-Licht ist im Vergleich zu Halogen-Licht sehr viel heller. Verbraucht dabei aber weniger Energie.

  • Zug

    Die Kombination aus einem Kraftfahrzeug und einem Anhänger.

  • Zugfahrzeug

    Ziehendes Fahrzeug in einem Zug. Manchmal auch als Motorwagen bezeichnet.

  • Zugmaschine

    Kraftwagen, der aufgrund seiner Bauart vornehmlich zum Ziehen von Anhängern bestimmt ist, also im Vergleich zur Größe und Leistung weniger dem Befördern der Personen oder dem Aufnehmen von Lasten, als vor allem dem Ziehen dient.

  • Zulässige Gesamtmasse

    Zulässige Gesamtmasse (-gewicht) heißt das maximale Gewicht, das für ein Fahrzeug zulässig ist. Es darf auch voll beladen nicht überschritten werden. Der Wert ist dem jeweiligen Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung I) zu entnehmen. Aus Leergewicht und Gewicht von Ladung und Mitfahrern kann der Fahrer errechnen, ob er zuverlässig unter dem Grenzwert bleibt. Das gilt selbstverständlich auch für Pkw-Fahrer.

  • Zulassungsbescheinigung I

    Ersetzt seit Oktober 2005 bei Neufahrzeugen und Ummeldungen den Fahrzeugschein. Der Ausweis des Fahrzeugs. Er enthält alle wichtigen Fahrzeugdaten, technische Besonderheiten, Abmessungen, Leergewicht, zulässige Gesamtmasse, Höchstgeschwindigkeit etc. Sie muss bei jeder Fahrt mitgenommen werden.

  • Zulassungsbescheinigung II

    Ersetzt seit Oktober 2005 bei Neufahrzeugen und Ummeldungen den Fahrzeugbrief. Sie enthält die Zahl der Vorbesitzer, die letzten beiden werden namentlich genannt. Die Zulassungsbescheinigung ist an einem sicheren Ort aufzubewahren.